07.12.20 Raiba News

Im 120. Jahr der Genossenschaftsbank die erste digitale Generalversammlung

Die Raiffeisenbank Westeifel eG ist regional und digital auf Zukunftskurs und zahlt Ihren Mitgliedern für das Geschäftsjahr 2019 drei Prozent Dividende.

Schönecken. Eine echte Premiere fand Freitagabend bei der Raiffeisenbank Westeifel eG statt. Denn Aufsichtsratsvorsitzender Patrick Bormann begrüßte die 320 angemeldeten Mitglieder, das sind fast doppelt so viele wie im Vorjahr, nicht wie die Jahre zuvor im „Forum im Flecken“ in Schönecken, sondern erstmalig virtuell vor den heimischen Computerbildschirmen. Geschuldet war dieses ungewöhnliche Vorgehen natürlich auch dem aktuellen Pandemiegeschehen und dem damit einhergehenden Abstandsgebot. Dass ein interessanter und kurzweiliger Dialog auch über Chat möglich ist, bewiesen die vielen Kommentare, Anregungen und Diskussionen, die während der Versammlung online erfolgten.

 

Die Bankenlandschaft verändert sich

Zu Beginn des Vorstandsberichtes durch Klaus Peters und Mark Kaffenberger wies Peters auf die aktuelle, politisch gewollte Zinslandschaft hin: „Der gesellschaftliche und digitale Wandel macht es notwendig, dass sich Banken zum Erhalt ihrer Zukunftsfähigkeit in vielen Bereichen neu erfinden. Dies gelte insbesondere für Regionalbanken mit ihrem klassischen, kundenorientierten Geschäftsmodell.“ Hier sind wir auf einem guten Weg“, so Peters zuversichtlich.

 

Auch angesichts der sich eintrübenden Konjunktur blickt die Bank auf ein gutes und erfolgreiches Geschäftsjahr 2019 zurück. Die Bilanzsumme wuchs von 445 auf nunmehr 459 Mio. Euro. Das ist eine Steigerung von rund 3,2%.  Das Volumen an Kundenkrediten stieg moderat um 9 Mio. Euro (2,5%) auf 367 Mio. Euro, die Kundeneinlagen hingegen stark um 6,9% und liegen mit rund 1,5% über dem Durchschnitt der Vergleichsbanken im Verband. Im zurückliegenden Jahr 2019 hat sich der Rückgang des Zinsüberschusses in Folge der Niedrigzinsphase weiter fortgesetzt.  Der Provisionsüberschuss ist gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen und bestätigt die erfolgreichen vertrieblichen Aktivitäten von provisionsvergüteten Produkten. So konnte die Bank für 2019 einen Jahresüberschuss von über einer Million Euro ausweisen. Den anhaltend hohen Zuspruch aus der Bevölkerung zeige auch die weiterwachsende Zahl der Mitglieder. Die Raiffeisenbank Westeifel eG konnte im abgelaufenen Geschäftsjahr fast 400 neue Mitglieder begrüßen, sodass sich die Zahl zum Jahresende auf nunmehr 10.849 Teilhaber erhöhte.

 

Auch die Tochtergesellschaft, die Raiffeisen Waren GmbH Westeifel, konnte 2019 über ein zufriedenstellendes Ergebnis berichten. Der Gesamtumsatz stieg um rund 800.000 Euro auf nunmehr 46,8 Mio. Euro. Umsatztreiber waren hierbei wiederum Energie und Baustoffe. 2019 wurde rund eine Million Euro in Grundstücke, Gebäude, Geschäftsausstattung und Fuhrpark investiert. „Wir sind gut gerüstet und wachsen stetig weiter. Als Nahversorger sind wir seit Jahren zuverlässiger Partner und werden auch in Zukunft alles dafür tun, dass unsere gewerblichen und privaten Kunden zufrieden mit uns sind.“, so Werner Assmann, Geschäftsführer der Raiffeisen Waren GmbH.

 

„Unsere Raiffeisenbank entwickelt sich weiter und stellt sich für die Zukunft optimal auf“, blickt Mark Kaffenberger zuversichtlich in die Zukunft der Bank. Im Geschäftsjahr wurden interne Projekte zum Ausbau der Digitalisierung und Omnichannel-Kundenbetreuung aufgesetzt. „Mit dem strukturellen Umbau ist auch ein kultureller Wandel verbunden: Ein lebendiges und innovatives Vorschlagswesen, Zukunftswerkstätten mit umfassender Mitarbeiterbeteiligung, sowie neue Arbeitsformen sind bereits heute Ausdruck der neuen Raiffeisenbank Westeifel eG“, so Kaffenberger weiter.

 

Satzungsgemäß schieden Frau Anneliese Mertens und die Herren Patrick Bormann und Peter Floss aus dem Aufsichtsrat aus. Frau Mertens und Herr Bormann wurden für ihr Amt bestätigt. Eine Wiederwahl von Herrn Peter Floss war aufgrund der Erreichung der Altersgrenze nicht mehr möglich. Für ihn wählte die Versammlung Martin Floss in den Aufsichtsrat. Herr Peter Floss wurde von Vorstand und Aufsichtsrat am Ende der Veranstaltung verabschiedet. „Peter Floss hat sich mit hohem Engagement, pragmatischer Intuition und großer Menschenkenntnis in die Arbeit des Aufsichtsrates eingebracht und war ein glühender Fan der Genossenschaftsidee.“, sagte Klaus Peters in seiner Laudatio.

 

Die Satzungsänderung zur Einführung einer Vertreterversammlung hat eine erforderliche Zustimmung von 75% nicht erhalten. Hier wurde basisdemokratisch entschieden, eine Generalversammlung auch 2021 beizubehalten.

 

Als gute Tradition gilt es, dass die Raiffeisenbank Westeifel eG im Rahmen der Generalversammlung Vereinen, Organisationen oder kommunalen Einrichtungen eine größere Spende zukommen lässt. In diesem Jahr hat sich die Bank entschieden, den Schulen in der Region die Summe von 25.000 Euro für den Ausbau der Digitalisierung, insbesondere für die Unterstützung des Home-Schoolings, zukommen zu lassen.

 

Die wichtigsten Zahlen:

 

RB in Zahlen

2019

2018

Veränderung

Prozent

Bilanzsumme

(Mio. €)

459,1

444,8

+14,3

+3,2

Kundeneinlagen

(Mio. €)

486,8

455,5

+31,3

+6,9

Kundenkredite

(Mio. €)

367,4

358,4

+9

+2,5

Mitgliederzahl

(31.12.)

10.849

10.609

+240

 

Spenden u.

Unterstützungen

(€)

 

ca. 92.000

 

ca.95.000

 

 

Mitarbeiter

(31.12.)

 

105

 

 

 

v.l.: Vorstandsmitglied Mark Kaffenberger, Aufsichtsratsvorsitzender Patrick Bormann, Vorstandsmitglied Klaus Peters

 Vorstandsmitglied Mark Kaffenberger, Aufsichtsratsvorsitzender Patrick Bormann, Vorstandsmitglied Klaus Peters
05.10.20 Raiba News

Pressebericht - Trierischer Volksfreund - 05.10.20

von links Mark Kaffenberger, Manfred Heinsch und Klaus Peters

von links Mark Kaffenberger, Manfred Heinsch und Klaus Peters

Pressebericht aus dem Trierischen Volksfreund vom 05.10.20

28.09.20 Raiba News

Jeweils 4 Fragen an die Vorstandsmitglieder der Raiffeisenbank Westeifel Klaus Peters und Mark Kaffenberger